Das Pferd "Chiko"






"Das ist der weltbeste Chiko",

sagte mein kleines Mädchen als sie das Pferd sah. Diese Bezeichnung hatte er wohl noch nicht so oft gehört.

Als ich Chiko,

persönlich antraf, stand er ganz ruhig, drehte sich neugierig zu mir spitzte freudlich die Ohren und  beschnupperte mich. Endlich bist Du da, dachte der Schimmel. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, wie sehr er auf mich wartete. Leise redete ich mit ihm. Was für für ein liebes und tolles Pferd dachte ich im Stillen. Die Halterin erklärte mir kurz darauf das er sich eigentlich nicht gerne von fremden anfassen lies. Normalerweise die Ohren anlegt und auch Menschen abwehrt Man sagte mir das er von Leuten auch als "Arschloch Pferd" betitelt wurde, weil er sie anzickte. Ich denke eher das er erkannte das ihre Berührungen ihm Schmerzen bereiteten und er wie jedes Pferd gute Menschenkenntnis besaß. Kaum stand ich ein paar Minuten neben ihm, spürte ich seine starke Müdigkeit die auch meinen Körper befiel und hatte somit das starke Bedürfnis mich einfach hinsetzen zu wollen. Mein Rücken schmerzte zwischen den Schultern am Ende der Brustwirbelsäule sowie im Kreuz. Außerdem fiel es mir schwer die Konzentration zu halten. Mein Körper wurde steif und jeder Schritt neben dem Schimmel fühlte sich an als wäre mein Körper in Sekunden um Jahrzehnte gealtert und wirklich sehr müde vom Leben. Ich wollte seinen Körper im in der Bewegung mental scannen. Also setzte er sich in Gang. Schwerfällig setzte er ein Huf vor den Anderen und schlurfte mit hängendem Kopf teilnahmslos über den Platz. Ich erklärte seiner Halterin die wichtigsten Schmerzpunkte die seinen Körper irritierten. Chiko erklärte das er oft eine Decke braucht, da ihm leicht kalt wird, weil sein Körper die eigene Wärme nicht halten kann und dies schon sobald es nur ein bisschen kälter werde. Er erzählte aus früheren Jahren, wie es ihm ergangen war. An einige für ihn traumatische Erlebnisse kam man allerdings auch nicht ran. Er erzählte davon, das er seine ehemalige Halterin manchmal vermisst, zwar nicht zu ihr zurück möchte, aber sich Mal über einen Besuch freuen würde. Er sei jetzt vollkommen bei seiner neuen Besitzerin angekommen und sehr froh über sie. Sie gebe sich sehr viel Mühe mit ihm und so sei sie ihm in den letzten Monaten sehr ans Herz gewachsen. Er würde es immer gut bei ihr haben, davon war er überzeugt.
 
Also arbeitete ich an diesem Nachmittag mit Chiko einige seiner emotionalen und körperlichen Themen aus der Vergangenheit und auch aus Gegenwart auf.

Zum besseren Verständnis:
Meine Arbeit ist eine Kombination aus Tierkommunikation, mentales Körperscannen, Energiearbeit per Hand oder mittels Organetik-Röhre unter Umständen auch schamanischen Techniken aber auch Coaching für Pferd und Reiter.
Bei jedem Pferd ganz individuell.

In meiner Stunde mit ihm, harmoniesierte und stabilisierte ich Chiko, Emotional, Psychisch und Körperlich. Er bekam dadurch neue Kraft. Plötzlich wurde wir Beide nebeneinander auch viel wacher unsere Körperhaltung war aufgerichteter und unsere Bewegungen wurden geschmeidigiger. Chikos Gesichtsausdruck entspannte sich und er kaute als der Körper sich entspannte. Am Ende unserer Kommunikation miteinander trabte er müde aber zufrieden über den Platz.

Ein paar Tage später bekam ich ein Video von seiner Freundin und Halterin. Er konnte wieder fröhlich vorwärts gehen. Seine Hüfte bewegte sich frei genau wie seine Schultern, er ging beschwingt vorwärts, keine Anzeichen mehr von Unlust und Müdigkeit und wie man deutlich erkannte nahm er seine Umgebung nun auch wieder neugierig wahr.


Vielen Dank an Kristin,

das ich die Geschichte veröffentlichen darf. :)