Merlin,
kann nicht nur fliegen sondern zeigt nun auch die Unterzuckerung bei Diabetes an. Als ich das erste Mal zu ihm gerufen wurde, sollte ich dem Hund seine Angst nehmen. Seine Halterin ist schwere Diabetikerin und ihre Medikamente waren damals nicht korrekt eingestellt. Dies führte immer wieder zu einer starken Unterzuckerung, wodurch sich ihr Verhalten sehr veränderte. Sie war selbst nicht mehr in der Lage sich richtig zu bewegen und zu "retten" und auf Hilfe von Außerhalb angewiesen. Der Boxer bekam in diesen Situationen immer wieder Panik und Angst vor ihr
Ich nutzte Merlins Vorraussetzungen und Hilfsbereitschaft mit der telepathischen Kommunikation. Heute ist seine Halterin stolz auf ihn, da Merlin Sie mittlerweile frühzeitig vor einer erneuten Unterzuckerung warnt. Und Merlin selbst hat es für sich so weiterentwickelt das er sie so früh warnt das nicht mehr in die gefährlicheren Stadien fällt.Merlin ist zwar kein ausgebildeter Diabetes-Hund aber dank der Tierkommunikation nun in der Lage ähnlich für seine Halterin zu handeln.
Das Gespräch aus der Sicht seiner Halterin Frau Peschka erzählt:
Merlin ist jetzt vier Jahre alt. Mit 17 Monaten zog er bei mir ein, Vermittelt durch die Boxer-Nothilfe. Merlin gehörte sofort mit zur
Familie und war immer dabei.
Ich habe seit meinem 8ten
Lebensjahr einen insulinpflichtigen Diabetes mellitus Typ I, weswegen
es Nachts häufig zu Hypoglykämien, Unterzuckerungen, kommt. Da ich es
im Schlaf nicht selber merke. Während einer Unterzuckerung,kommt es je
nach stärke der Hypoglykämie zu erheblichen Wesensveränderungen. Ich
kann nicht richtig sprechen,nur sehr langsam und lallend, manchmal
schreie und weine ich. Meine Körpertemperatur sinkt erheblich und ich kann
mich nicht richtig oder gar nicht mehr bewegen usw. Merlin hat das
alles natürlich immer mit bekommen,weil er im Schlafzimmer schläft. In
dem Zustand konnte er überhaupt nichts mit mir anfangen. Er hat
versucht zu flüchten wie ein geprügelter Hund und kam erst wieder zu
mir wenn der Hypoglykämische Schock vollends behoben war. Ich
habe natürlich mitbekommen dass er in dieser Situation Angst vor mir
hatte und das tat mir in der Seele weh! Ich suchte nach einem Weg Merlin
verständlich zu machen, was da eingentlich mit mir passiert. Von
einer Arbeitskollegen, deren Freundin schon mal davon gehört hat, habe
ich von Ilka Müller erfahren. Es hat sich einfach rum gesprochen. Ich
stand dem Gedanken, dass sich jemand mit meinem Hundunterhalten kann sehr skeptisch gegenüber !!
Aber es gab aber rein gar nichts zu verlieren also wollte ich es ausprobieren und so kam es zu dem ersten Termin mit Ilka Müller.
Merlin war von Anfang an hell auf begeistert. Er wich Ilka während des ganzen Gesprächs nicht von der Seite. Es hat lange gedauert,
Merlin zu erklären, was Diabetes ist und was mit meinem Körper passiert
und das er für die Krankheit und derer Auswirkungen nicht
verantwortlich ist! Im Gespräch stellte sich heraus, dass Merlin
während einer Hypoglykämie vor mir flüchtet, weil ich nach Streß
rieche. So hat er es Ilka übermittelt. Merlin hat mir seine Hilfe
angeboten und Ilka hat ihm vermittelt wie er helfen kann. Wenn es
jetzt zu Hypoglykämien kommt, legt Merlin sich ganz dicht an mich um
mich zu wärmen, er weicht mir nicht mehr von der Seite, bis die
Unterzuckerung wieder behoben ist. Außerdem fängt er an zu bellen, sobalt er
wahr nimmt dass mit mir etwas nicht stimmt. Er bellt dann in einem ganz
kläglichen Ton, der einfach von normalem Bellen zu unterscheiden ist,
so lange bis Hilfe kommt. Oft schafft er es sogar so früh zu bellen,
dass ich mir selber helfen kann und nicht mehr auf die Nachbarn angewiesen
bin.
Und furchtbar dankbar, einen so hilfsbereiten Hund zu haben. Ich möchte, dass auch andere Diabetiker erfahren, dass so etwas möglich ist und das alle Menschen erfahren, dass Tierkommunikation keine Utopie ist.
Anika Peschka, Lüneburg im August 2009
Info
Seit einigen Jahren werden Hunde als Diabetikerwarnhunde im Ausland trainiert und eingesetzt. Seit kurzer Zeit wird dies auch in Deuschland angeboten. Als das erste Gespräch mit Merlin stattfand wußten Frau Peschka und ich noch nichts davon. Ich nutzte damals lediglich Merlins Bereitschaft helfen zu wollen und seine Fähigkeiten die Unterzuckerung zu riechen.